Oleiros
Ca. 4 km nordwestlich von A Coruña, auf der Halbinsel, die die Meeresbuchten von A Coruña und Betanzos voneinander trennt, liegt Oleiros, eine der bedeutendsten Ortschaften des Großraums A Coruña, die für ihre weitläufigen, gepflegten Strände bekannt ist.
In diesem Ort, der mit einem unglaublichen Naturreichtum und beachtlichen Sehenswürdigkeiten aufwartet, spielen kulinarische Köstlichkeiten eine besondere Rolle. Neben fangfrischem Fisch und erstklassigen Meeresfrüchten sind die schmackhaften Miesmuscheln aus Lorbé hervorzuheben, die einem stets gut besuchten gastronomischen Fest, das jedes Jahr im August stattfindet, seinen Namen gegeben haben.
Was die Sehenswürdigkeiten an der Küste von Oleiros anbelangt, so ist das Naturdenkmal Costa de Dexo-Serantes zu nennen: ein Küstenstreifen, der sich zwischen der Landspitze Cabo de Mera und dem Hafen von Lorbé an der so genannten Costa Ártabra erstreckt und zum Gebiet von gemeinschaftlichem Interesse erklärt wurde.
Dieser Naturraum ist eine ökologisch äußerst bedeutsame Landschaft mit einzigartigen Ökosystemen und Lebensräumen und einer besonderen Geomorphologie und aufgrund dieser Merkmale ein außergewöhnlicher Ort voller Klippen, Berge und Pfade. Der Leuchtturm Faro de Mera beherbergt ein Besucherzentrum zum Thema Natur und ist Ausgangspunkt für zahlreiche beschilderte Pfade, auf denen man die Gegend erkunden kann.
Oleiros lockt außerdem mit einzigartigen Buchten und Stränden. Zu den am meisten besuchten Stränden, die mit Uferpromenaden und sämtlichen Dienstleistungen ausgestattet sind, zählen die Strände Santa Cristina gleichzeitig der längste Strand, der Strand von Bastiagueiro und der Strand von Mera.
Unbedingt einen Besuch abstatten sollte man der Burg Santa Cruz (Castillo de Santa Cruz), die in einer natürlichen Enklave von außerordentlicher Schönheit gelegen ist. Sie wurde im 16. Jahrhundert auf Befehl des Generals Diego das Mariñas errichtet, um das Verteidigungssystem der Bucht von A Coruña zu vervollständigen. Der Bau wurde im Jahre 1640 abgeschlossen und mit großen Geschützen wie der Kanone mit dem Namen El barroco ausgestattet, die eine Reichweite von 10 Kilometern hatte.
In späteren Jahrhunderten und nach Verlust ihres strategischen Wertes wurde die Burg anderweitig genutzt. So diente sie zunächst als Herrensitz der Familie Pardo Bazán und wurde später der spanischen Marine als Sommerdomizil für Kriegswaisen gestiftet. Heute ist dort das Galicische Zentrum für Universitäre und allgemeine Verbreitung von Umweltwissen (CEIDA) untergebracht, in dem Ausstellungen, Seminare und sonstige Veranstaltungen organisiert werden und das außerdem über einen ständigen Fonds sowie eine Bibliothek verfügt. Es werden Führungen angeboten.
Ebenfalls sehenswert sind einige religiöse Bauten, die sich durch ihren geschichtlichen und künstlerischen Wert auszeichnen. Hierzu zählen z. B. die Kirchen San Cosme de Maianca und Santa María de Dexo, romanische Bauwerke aus dem 12. Jahrhundert, sowie die Kirche Santa Aia de Liáns, eines der wenigen Beispiele für ländlichen Barock in diesem Landkreis.
In der Gegend findet man unzählige Cruceiros (Steinkreuze) aus unterschiedlichen Epochen und in den verschiedensten Stilrichtungen.
Ebenfalls erwähnenswert ist das Museo dos Oleiros, das eine in Europa einzigartige Sammlung volkstümlicher Keramik zeigt. Das Museum gehört zum Kulturzentrum As Torres de Santa Cruz, das Sitz einer der bedeutendsten spanischen Schulen für volkstümliche Keramik und jedes Jahr Veranstaltungsort einer weithin bekannten Messe für traditionelle Keramikwaren ist.
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